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Pressecommuniqué vom 04.10.09

Kenianerin Musyoka gewinnt Murtenlauf zum dritten Mal

Der 76. Murtenlauf stand im Zeichen des dritten Sieges in Folge der Kenianerin Helen Musyoka. Die zweitklassierte Martina Strähl aus Oenkingen lag allerdings nur 14 Sekunden zurück. Bei den Männern gewann John Mwangangi zum zweiten Mal in Folge. Mit 8990 Klassierten hält der Aufwärtstrend am Murtenlauf an.

FREIBURG. Die 22-jährige Helen Musyoka feierte bei ihrem dritten Murtenlauferfolg einen Start-Ziel-Sieg. In 1:01:29 Stunden war sie auf den 17,17 Kilometern allerdings etwas langsamer als in den beiden Vorjahren. Und der Streckenrekord von Franziska Rochat-Moser (1997) von 58:51 Minuten blieb unangetastet. Musyoka lief vor zwei Jahren 59:57 Minuten.

Auf den zweiten Rang lief die amtierende Berglauf-Europameisterin Martina Strähl (Oenkingen). Die Solothurnerin war am Murtenlauf erstmals am Start. In 1:01:43 Stunden realisierte sie die 13. beste Zeit in der ewigen Murtenlauf-Rangliste. Von den Schweizerinnen ist sie damit in dieser Rangliste viertbeste: „Ab dem 10. Kilometer dachte ich, an Helen heranzukommen. Ich denke, wenn das Rennen noch etwas länger gewesen wäre, hätte ich sie eingeholt.“ Dabei war Martina Strähls Start ungewiss, weil sie kürzlich eine Prellung an der Zehe zugezogen hatte, als der Staubsauger auf ihren Fuss fiel. Den fünften Rang belegte Bernadette Meier (Dreien), welche im Vorjahr ebenfalls als Fünfte beste Schweizerin gewesen war, allerdings damals eine halbe Minute langsamer. Gleich hinter ihr lief Triathletin Magali Di Marco Messmer ein.

Der 19-jährige John Mwangangi setzte sich bei den Männern nach fünf Kilometer der 17,17 km in einem langen abfallenden Streckenteil ab. Mit 155 cm und 50 kg erstaunt es, dass er abwärts stärker läuft als aufwärts. Mwangangi kam mit 52:37 Minuten nicht an seine 52:08 vom Vorjahr heran. Er müsste stärkere Konkurrenz haben, um schneller zu laufen und auch an den Rekord heranzukommen, meinte er. Den Murtenlauf-Streckenrekord hält der mehrfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt, der 51:18 Minuten im Jahr 2003 gelaufen war. Mwangangi hat übrigens vor Wochenfrist in Luxemburg einen Halbmarathon in 1:00:36 Stunden gelaufen und ist damit Dreissigster im internationalen Ranking. Der zweitklassierte Eric Nyonsaba aus Burundi hielt den Abstand lange klein, fiel dann aber in der berüchtigten La-Sonnaz-Steigung zurück. Nyonsaba ist 21-jährig und war an den Afrika-Meisterschaften der Junioren über 5000 Zweiter in 13:32. Er lebt in Lyon, hat den gleichen Trainer wie Magali Di Marco Messmer, kam so zu seinem ersten Murtenlauf-Start und sieht seine Zukunft auf dem internationalen Meetingparket.

Den prestigeträchtigen Titel des besten Schweizers gewann der Jurassier Jérôme Schaffner. Der 30-jährige Student in Betriebswirtschaft lief in 55:19 Minuten auf den 8. Rang. Dabei steigerte er sich im Laufe des Rennens, weil er bis Streckenhälfte vorsichtig blieb. Denn nach den Bahn-SM in Zürich (Bronze) hatte er Schmerzen an einer Achillessehne, pausierte deshalb den ganzen August und stieg somit mit einem Kilometermanko in den Murtenlauf. Schaffner war am Murtenlauf nach 1998 zum zweiten Mal am Start. Zweiter Schweizer wurde der Walliser Tarcis Ançay, der im Vorjahr als erster Schweizer Neunter gewesen war.

Mit 8990 klassierten Läuferinnen und Läufern hält der Aufwärtstrend am Murtenlauf an. Es wurden 556 Läuferinnen und Läufer mehr klassiert als im Vorjahr. Im Jahr 1985 hatte der Murtenlauf seinen Teilnehmerrekord mit 13'849 Teilnehmern erreicht. Den Tiefpunkt erlebte der Klassiker im 1998 mit 5793 Klassierten. Seither steigen die Zahlen stetig.

FREIBURG. 76. Murtenlauf. 9955 Läuferinnen und Läufer angemeldet und 8990 klassiert


04.10.2009, Organisationskomitee
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