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Beda Hefti, Gründerr des CAFGründung des Club Athlétique Fribourg

Nachdem sich ein schwerer Unfall ereignet hatte, indem nämlich die Galternbrücke, eine Hängebrücke aus Holz, eingebrochen und ein Lastwagen 30 Meter mit in die Tiefe gerissen wurde, sahen sich die Behörden veranlasst, alle Kunstbauten im Kanton Freiburg begutachten zu lassen. So wurde auch einem jungen Tiefbauingenieur, Béda Hefti, ein vorübergehendes Mandat erteilt.

Nachdem Béda Hefti seinen Untersuchungsbericht eingereicht hatte, beschloss er, sich in Freiburg niederzulassen, sich selbständig zu machen und hier ein Tiefbaubüro zu eröffnen, das auf den Bau von Sportanlagen spezialisiert war. Dieser Entschluss fiel fast zur gleichen Zeit wie die Gründung des Club Athlétique Fribourg (CAF) bzw. Leichtathletik-Clubs Freiburg, dem Organisator des nationalen Gedenklaufes Murten-Freiburg.

Béda Hefti, ein passionierter Skiwanderer und Skirennfahrer und auch Militärpatrouilleur, gründete 1928 den Skiklub Freiburg, dessen Mitglieder sich im Sommer jeweils mit Leichtathletikdisziplinen fit hielten. 1932 kam es dann zur offiziellen Gründung des CAF, der sich damit vom Skiklub abspaltete.

Dem frischgebackenen Verein sehr entgegen kam der Bau des Universitätsstadions St. Leonhard im Jahre 1932 - eine Aschenbahn mit vier Bahnen. Bauleiter war kein anderer als der junge Ingenieur Béda Hefti. Der CAF mietete die Anlage als erster Verein.

Béda Hefti hat viel für den Freiburger Sport getan. Was aber manchen am besten in Erinnerung bleibt, ist zweifellos die Gründung des Murtenlaufes.

 

Quellen: Jeannotat, Yves : Morat-Fribourg, 1983, Donzallaz Ernest, Lovey Marcel.
Leichtathletik-Club Freiburg (CAF), gegründet im Jahr 1932
Gedenklauf

In den Jahren vor 1931 feierten die zivilen und religiösen Behörden des Kantons Freiburg traditionsgemäss Mitte Juni den Jahrestag des Sieges der Eidgenossen über Karl den Kühnen, und man fragte sich bereits seit einiger Zeit, ob es nicht möglich wäre, im Rahmen dieser patriotischen Feier (Messe, Kranzniederlegung vor dem Rathaus) auch des grossen Einsatzes unserer mutigen Krieger zu gedenken, durch welchen die Wehrkraft der Eidgenossen in die Geschichte eingegangen ist.

1931 reifte das Vorhaben in Freiburg rasch heran. Es wurde Kontakt mit dem Turnverein von Murten aufgenommen, der, wie man dachte, die Umsetzung an die Hand nehmen könne. Die Begeisterung der Murtner war aber nicht gerade gross. Ein Turner ist nicht unbedingt ein Läufer. So wollte denn niemand diese Aufgabe übernehmen. Der Grundtenor lautete, dass dieses Vorhaben verrückt sei, und niemand war für ein solches Laufexperiment bereit. Schliesslich wurde vorgeschlagen, Adolf Flückiger anzufragen, der ein echter Laufchampion sei. Gesagt, getan, und Flückiger war einverstanden, den Lauf zu machen.

Adolphe Flückiger machte sich denn am 21. Juni 1931 auf den Weg. Während er unterwegs war, wurde in der Kathedrale in Freiburg der Dankgottesdienst abgehalten. Der Altar mit der Statue des Niklaus von Flüe war mit Blumen geschmückt, und die Behördenvertreter sassen in den vordersten Rängen.

Albert Zosso, Sieger des ersten Murtenlaufes 1933 in 1h01.
Albert zosso,
Siegerdes ersten
Murtenlaufes 1933
in 1h01.
Adolphe Flückiger in der Blüte seiner Jugend.

Adolphe Flückiger in der Blüte seiner Jugend.
Pierre Page, Freiburger Sieger 1952.

Pierre Page,
Freiburger Sieger 1952.
1977: Starterlaubnis für die Frauen und Junioren

Wie jedes Jahr begaben sich die Gottesdienstbesucher am Ende der Messe in einem Umzug bis vor das Rathaus.

Man beeilte sich nicht allzu sehr, da man erst gegen 11.15 Uhr mit der Ankunft Flückigers rechnete. Gut hundert Personen schlenderten heran, um den Murtenläufer zu sehen.

Aber kaum war der Staatsrat dort eingetroffen, hatte Adolf Flückiger bereits die Zielkurve erreicht. Lockeren Schrittes lief er im Ziel ein, in der Hand den Lindenzweig. Kaum 1 h 13 zuvor war er in Murten erst gestartet. Er wurde beglückwünscht und gefeiert, die Begeisterung war gross. Alle waren zufrieden, denn dieser Lauf war das Tüpfelchen auf dem i, das der Gedenkfeier bisher gefehlt hatte.

Später am Tag sprach dann Béda Hefti, der Gründer des Club Athlétique Fribourg und Organisator des nationalen Gedenklaufs, mit Adolf Flückiger und meinte zu ihm, dieser Lauf sei nicht nur ein patriotischer Akt gewesen, sondern werde schon bald Nachahmer finden, die sich auf dieser berühmten Strecke messen wollten.

Im Anschluss an dieses Zusammentreffen sollte Béda Hefti diesen Lauf richtig lancieren. Der erste, offizielle Murtenlauf fand am 25. Juni 1933 statt. Vierzehn Läufer nahmen daran teil, darunter Béda Hefti und Adolf Flückiger.

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